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Das Kunstforum Seligenstadt e.V. initiiert regelmäßig ein breites Spektrum kultureller Veranstaltungen, die der Öffentlichkeit beinahe alle Facetten zeitgenössischer Kunstrichtungen nahe bringen. Die aktuellen Veranstaltungen können Sie der folgenden Liste entnehmen.

Roger Stein: „Lieder ohne mich!“
Freitag, 1. September 2017

Portrait RogerStein 1 1Chansons, Comedy-Songs, Protestballaden und
Liebeslieder mit Kollateralschäden
Schalander der Glaabsbräu
Freitag, 1. September 2017, 20 Uhr
Eintritt 18 €, ermäßigt 15 €

In seinem ersten Solo-Programm „Lieder ohne mich!“ zeigt Roger Stein, wie lustig und innig zugleich ein Abend mit Liedern sein kann, wenn man etwas zu sagen hat. In messerscharfer Reimtechnik lotet er die Tiefen von Satire und Poesie aus. In der deutschsprachigen Liedermacherliga spielt der Schweizer Song Writer ganz weit vorne.  Roger Stein hat eine klassische Klavierausbildung, studierte an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien klassischen Gesang. Parallel dazu absolvierte er sowohl ein Studium der Theater- und Musikwissenschaft als auch der Germanistik an der Uni Wien, das er mit der Promotion über „Das deutsche Dirnenlied“ abschloss. Für seine Soloprogramme wurde er mehrmals ausgezeichnet, so unter anderem mit dem 1. Preis beim Stockstädter Liedermacher-Festival und dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik.


Wie es war

Lieder „mit“ Roger Stein

02 Roger Stein 005„Lieder ohne mich“ ist der Titel des Soloprogramms des Kabarettisten Roger Stein, zu dem das Kunstforum Seligenstadt e.V. am 1. September in den Schalander der Brauerei Glaab eingeladen hatte. Zweieinhalb Stunden Unterhaltung, in denen ein besonderer Künstler seine vielseitigen Talente unter Beweis stellte, hätten ein größeres Publikum verdient. Hierzulande noch nicht so bekannt, könnte Roger Stein bald zu einem Schwergewicht der gehobenen, niveauvollen Kabarettszene werden.

Roger Stein ist groß und schlank. Mit sympathischem Lächeln und Wuschelkopf überzeugt er als Sänger, Pianist, Lyriker, Rapper und Slam-Poet. Natürlich mit Liedern von ihm.
Seine Botschaften stecken aber nicht nur in Liedern, sondern auch in Gedichten, Balladen, Hip-Hop oder Nonsens-Reimen.

Themen sind - mal humorvoll, mal satirisch - das späte Coming-Out eines Familienvaters in dem Lied „Alfred“, die Überraschung, die man auf einem Klassentreffen erleben kann, wenn sich herausstellt, dass die Person, in die man einmal verliebt war, sich nicht zu ihrem Vorteil verändert hat oder vom Anderssein in der Ballade „Sommerkind“. Seitdem das Rauchen nicht mehr gesellschaftsfähig ist und man mit dem Feuergeben keine Frauenbekanntschaften mehr anbahnen kann, empfiehlt Roger Stein „Reich mir mal das Salz“ als Spruch für eine Balz.

Eindrucksvoll seine eigene Familiengeschichte, die von harter Arbeit und Entbehrungen geprägt war. Berührend mit welcher Sprachkraft Roger Stein dies schildert und wie er es mit einer gefühlvollen Melodie aus den Schweizer Bergen unterlegt und abschließt.

Mittels einer Loop-Station, einer Art Beatbox, bastelt er sich auf der Bühne sein eigenes Playback in mehreren Schichten. Den Rhythmus durch Fingerschnippen, die Harmonien durch Summen. Und legt darüber furiose Verse, Wortkaskaden und bizarre Reime.

Sein Beitrag über das Grillen von Würsten, eine wahrhaft humorvolle Parodie eines Streitgespräches in Reimform zwischen Goethe und Schiller, voller Zitate und Anspielungen auf das Werk der beiden Dichter. Ein schönes Beispiel für phonetischen Unsinn ist seine Komposition „Istanbul“, die zu „Ist am Pool, ist am Pool noch Platz, für meine Liege und meine Luftmatratz?“ mutiert.


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Ort : Jazz im Schalander, Frankfurter Straße 9, 63500 Seligenstadt, Deutschland